Rote Post #88
Posted: August 6th, 2026 | Author: rotepresse | Filed under: Rote Post | Kommentare deaktiviert für Rote Post #88
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International
DER VOLKSKRIEG IN INDIEN, DIE OPERATION „KAGAAR“ UND GENOSSE BASAVARAJ
In den letzten Wochen des Monats Mai tauchten in den Nachrichten Meldungen von der Ermordung des Generalsekretärs der Kommunistischen Partei Indiens (Maoistisch), Genosse Nambala Keshava Rao, Nom de Guerre Basavaraj, und der von 27 weiteren Kämpfern der Volksbefreiungsguerillaarmee auf. Der reaktionäre indische Staat brüstete sich damit das Oberhaupt des Volkskriegs, deren größten inneren Feind, vernichtet zu haben. Genosse Basavaraj ist im Kampf gefallen, der sein ganzes Leben der Revolution widmete und es der Kommunistischen Partei und dem Volkskrieg an seinem Kampfposten an der Front der KPI (maoistisch) gegeben hat, gegen eine blutige Belagerung der reaktionären Kräfte Indiens kämpfend, welche Teil der konterrevolutionären und völkermörderischen Operation Kagaar ist.
Seit Mai 1967 kämpfen die Kommunisten und Massen Indiens im Volkskrieg. 58 Jahren streben sie danach die Demokratische Revolution zu entwickeln. So kämpft die Kommunistische Partei, die Volksbefreiungsguerillaarmee (PLGA) und die von der Partei geführten Organisationen zusammen mit dem Volk, von dem hauptsächlich arme Bauern und Arbeiter teilnehmen, darum den alten reaktionären indischen Staat zu zerstören, das Land den Großgrundbesitzern zu entreißen, neue Macht aufzubauen, mit der Perspektive das ganze Land zu befreien von der Unterdrückung und Ausbeutung durch die Imperialisten, die Bürokratkapitalisten und die Großgrundbesitzer und auf dieser Basis die demokratische Revolution durchzuführen, um einen neudemokratischen Staat zu errichten. Angefangen mit dem Aufstand von Naxalbari, entwickelte sich der Volkskrieg in Indien aus der zentralen Region des Staates, in Naxalbari, was in der Region Darjeeling liegt und weitete sich in den Jahren des bewaffneten Kampfes auf die Regionen Bijapur, Kanker, Narayanpur, Sukma in Chhattisgarh, West Singhbhum in Jharkhand, und Gadchiroli in Maharashtra aus.
Dieses Gebiet wird auch als der „Rote Korridor“ bezeichnet. Geführt von der Kommunistischen Partei, entwickelt die PLGA militärische Aktionen, wie Hinterhalte, Sturmangriffe, Sabotagen und selektive Vernichtung, wobei in den letzten Jahren vor allem die letzten beiden hauptsächlich öffentlich bekannt wurden. Die PLGA führt den Kampf nicht alleine, nicht losgelöst von den Massen Indiens, sondern mit ihnen, sie besteht aus ihnen. Die meisten Kämpfer der Volksbefreiungsguerillaarmee sind arme Bauern und kämpfen darum, sich von dem Joch der Großgrundbesitzer zu befreien und das Land den für die armen Bauern zu sichern, damit jene die darauf arbeiten und leben es auch besitzen. Die feudale Ausbeutung, das heißt jene die durch die Großgrundbesitzer und deren Nutznießer auf unterschiedlichste Weise unterdrückt und ausgebeutet werden ist massiv.
Dazu kommt, dass die Unterdrückung der Minderheiten in Indien enorm ist. Nicht selten hört man in den Medien davon, dass in Indien immer noch Hexen gejagt werden, es Massenvergewaltigungen und Folter gibt und das Kastensystem noch herrscht, ein System das unterschiedliche Minderheiten und Menschengruppen einteilt, wobei die einen wesentlich weniger Rechte haben als die anderen und auf extreme Art und Weise unterdrückt und diskriminiert werden. Der reaktionäre indische Staat und seine Regierung, dessen Premierminister schon seit 2014 Narenda Modi ist, führt eine absolut volksfeindliche und chauvinistische Politik, die Minderheiten auf brutalste Art und Weise unterdrückt, und mit Gewalt Indien vereinheitlichen will, so dass es nur für eine Kultur und Religion Platz gibt.
Seit der Kolonialherrschaft der Briten wurde in Indien die Spaltung der Gesellschaft auf Basis der Religion betrieben. Der sogenannte Kommunalismus, der eben die Unterschiede zwischen den verschiedenen Religionen und Völkern nutzt, um die Massen gegeneinander zu hetzen, Für ihre Zwecke wird das von den Herrschenden in Indien genutzt um die ärmeren und ausgebeuteteren Gruppen, wie Muslime, Adivasi (Ureinwohner) und Dalit („Unberührbare“, „Kastenlose“) zu enteignen und zu unterdrücken. Den Hindus wird versprochen das Eigentum dieser zu bekommen, wobei es natürlich hauptsächlich den politischen und ökonomischen Interessen der herrschenden Großgrundbesitzer und Bürokratkapitalisten im Dienste des Imperialismus dient. Die Reaktion dieser Volksgruppen, die im allgemeinen arme Bauern sind, ist es sich gegen diese Unterdrückung zu wehren, und um ihre Existenzgrundlage, das Land, zu kämpfen. Einer der bekanntesten Kämpfe der Bauern, war der Bauernaufstand in Naxalbari. Einer der Kommunisten die sich besonders in dem Kampf hervortaten, war der Mitbegründer der Kommunistischen Partei Indiens (Marxisten-Leninisten), einer Vorgängerorganisation der KPI (Maoistisch), und deren erster Generalsekretär Charu Mazumandar.
Der von der Kommunistischen Partei Indiens (Maoistisch) geführte Kampf der armen Bauern gibt diesen die Perspektive der Befreiung von der Unterdrückung. Sie verändert in der Tat die Realität dieser unmittelbar. Denn mittels des bewaffneten Kampfes in der PLGA, befreien sich die Bauern von der Herrschaft der Großgrundbesitzer und deren Handlanger, nehmen sich Land um zu leben und erobern und bauen Neue Macht auf. Diese ist die neue Gesellschaft, der neue Staat in Formierung, bei dem die Macht der revolutionären Klassen des Volkes, auf Basis des Bundes der (hauptsächlich armen) Bauern und der Arbeiter unter der Führung der Kommunistischen Partei aufgebaut wird. Das heißt es gelten eigene Gesetze und Rechte für diese Gebiete. Die Stützpunktgebiete und Guerillazonen in denen die Macht des alten indischen Staates zeitweilig oder teilweise hinweggefegt wurde, verwalten sich eigenständig. Darin betreiben die Ärmsten und Fleißigsten ihre Politik, eine gemeinschaftliche Politik, mit dem Ziel eine gerechtere und bessere Gesellschaft aufzubauen. Zum Beispiel spielen die Frauen des Volkes, die in Indien sonst auf unglaublich grausame Weise unterdrückt werden, eine wichtige Rolle. Es wird das Land gerecht aufgeteilt und Regeln aufgestellt, die dafür sorgen dass eine Gleichberechtigung und relative Gleichheit angestrebt wird.
Gegen diesen gerechten Kampf entwickeln die mörderischen Horden des alten indischen Staates immer wieder Einkreisungs- und Vernichtungskampagnen, wie zum Beispiel „Operation Green Hunt“ und die letzte die immer noch andauert „Operation Kagaar“, bei denen die Bevölkerung abgemetzelt, Frauen vergewaltigt und Häuser und Felder der Bauern zerstört werden. Ob es tatsächlich Kombattanten der PLGA sind oder einfache Bauern, die sich nicht einmal gewehrt haben und nach der Gemetzel in Uniform gesteckt werden, ist denen egal und alles wird dargestellt als wäre die Operation ein Erfolg.
Am 21. Mai wurde Genosse Basavaraj und fast 30 weitere Genossen von den Schlächtern des Modiregimes ermordet. Der Genosse war seit sieben Jahren der Generalsekretär der Partei und führte den Volkskrieg. Der Tod des Genossen Basavaraj ist zweifellos ein harter Verlust für die Partei, das Proletariat, das Volk und die Internationale Kommunistische Bewegung, aber es ist mit Sicherheit eine Tatsache, dass die Kommunistische Partei Indiens (maoistisch) immer wieder gezeigt hat, wie sie sich von diesen schweren Verlusten erholen und den Weg des Volkskriegs aufrechterhalten kann. Charu Mazumdar selbst erklärte: „Hunderte Naxalbaris schwelen in Indien … Naxalbari ist nicht gestorben und wird niemals sterben.”
Genosse Basavaraj ist ein historischer Führer dieser großen Partei, der mehr als 40 Jahre lang der Revolution und der Neuen Demokratie in Indien gedient hat. Er trat zu Beginn der 80er Jahre in die Reihen der Revolution in der Kommunistischen Partei Indiens (Marxistisch-Leninistisch) ein und wurde 1987 in das Zentralkomitee gewählt. Der Genosse spielte eine bedeutende Rolle auf dem Einheitsparteitag der Kommunistischen Partei Indiens (Maoistisch) im Jahr 2004, wo er zum Aufbau und zur Verteidigung der Einheit der Kommunisten in Indien beitrug, um den Volkskrieg zu führen. Er spielte eine bedeutende Rolle bei der Entscheidung, Guerillabasen und demokratische Organe der Volksmacht zu schaffen. Seit 2001 war er für die Führung der Militärkommission der Partei verantwortlich, in der er sich als großer Militärstratege hervor tat. Genosse Basavaraj hat 2018 fest das Amt des Generalsekretärs der Partei, die Führung der Partei in schwierigen Momenten übernommen und gewusst, wie man sie leitet, um die finsteren Pläne des Feindes zu besiegen, die Kommunistische Partei und den Volkskrieg auszulöschen. Indem Genosse Basavaraj bis zu seinem letzten Atemzug kämpfte, bewässerte er die Ernte der neumokratischen Revolution in Indien mit seinem unschätzbaren Blut. Er reiht sich ein in die mehr als 20 Mitglieder des Zentralkomitees der KPI (Maoistisch), die seit der Gründung der vereinigten Partei im Jahr 2004 ihr Leben für den Volkskrieg in Indien gegeben haben und die zusammen mit all den Helden des internationalen Proletariats den Weg zum goldenen Kommunismus ebnen.
Die Einkreisung, die im April in den Kerregutta-Bergen mit Zehntausenden von Soldaten gestartet wurde, zeigt die Verzweiflung des reaktionären Modiregimes. Die Kombattanten der Volksbefreiungsguerillaarmee (PLGA) haben mit begrenzten Ressourcen und Waffen einen epischen Widerstand geleistet. Heute ist Genosse Basavaraj ein neues Glied in der glorreichen Kette herausragender Führer des internationalen Proletariats, die ihr Leben in Verteidigung des Marxismus-Leninismus-Maoismus und des Volkskriegs gegeben haben. Wenn der Feind glaubt, sie hätten ihn zerstört, irren sie sich. Sein Name lebt jetzt in den Herzen jedes Revolutionärs, im Gewehr jedes Guerillakämpfers, in der Wut jedes Bauern. Indem er großzügig sein Leben gab, rief Genosse Basavaraj alle Kommunisten und Antiimperialisten zu den Waffen. Wagt zu kämpfen! Wagt zu siegen! Der heldenhafte Tod im Kampf der Genossen erfüllt die Kommunisten und Revolutionäre der Welt mit dem tiefsten Klassenhass gegen die Verräter, Kapitulanten, Liquidatoren und Opportunisten, gegen diejenigen, die durch den niederträchtigsten Verrat oder die abscheulichen und verrotteten Debatten, versuchen, das Volk von seinem Weg abzubringen: dem langandauernden Volkskrieg unter der Führung des Marxismus-Leninismus-Maoismus. •
Der Internationale Kommunistische Bund ruft alle marxistisch-leninistischen-maoistischen Parteien und Organisationen sowie alle demokratischen und antiimperialistischen Organisationen auf, eine dringende und außergewöhnliche Kampagne im Gedenken an Genossen Basavaraj durchzuführen, zur Verteidigung der Kommunistischen Partei Indiens (maoistisch) und des Volkskriegs in Indien und gegen den Krieg gegen das Volk, der sich mit der Operation Kagaar abzeichnet. Diese Kampagne muss so schnell wie möglich beginnen und bis zur Woche der Märtyrer der Revolution in Indien vom 28. Juli bis 3. August andauern.
