Rote Post #96
Posted: August 6th, 2026 | Author: rotepresse | Filed under: Rote Post | Kommentare deaktiviert für Rote Post #96
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International
I. Kongress der Internationalen Antiimperialistischen Liga: Ein Bericht
Die Internationale Antiimperialistische Liga ist eine antiimperialistische (und damit gegen das kapitalistische System gerichtete), antikoloniale, antifaschistische und antifeudale Organisation. Sie treten ein gegen den Imperialismus, seine Handlanger und alle Formen der Reaktion. Sie vertritt die Auffassung, dass all diese als „Papiertiger“ zum Scheitern verurteilt sind. Die Internationale Antiimperialistische Liga betrachtet das imperialistische System als die Quelle aller Probleme, mit denen wir konfrontiert sind.
Daher richtet sich ihr Kampf nicht nur gegen die offensichtlichen negativen Folgen, sondern zielt auch darauf ab, die Ursachen dieser Folgen zu beseitigen. Die Internationale Antiimperialistische Liga basiert auf dem Prinzip des demokratischen Zentralismus, verfolgt die Politik „von den Massen zu den Massen“ und wendet den Mechanismus der Kritik und Selbstkritik als Methode der Rechenschaftspflicht gegenüber den Massen an, wie es diese Politik erfordert.
Die Internationale Antiimperialistische Liga kämpft für die breiteste Einheit der Arbeiter, Völker und unterdrückten Nationen gegen den Imperialismus. Um diese Aufgabe zu erfüllen, verpflichtet sie sich, entsprechend den revolutionären Erfordernissen für die Einheit zu kämpfen. Die unterdrückten Massen und Nationen der Welt werden den „Riesen auf tönernen Füßen“ vom Erdboden fegen.
Die Internationale Antiimperialistische Liga unterstützt den Kampf des Weltproletariats, der Bauern und anderer Massen der Völker und unterdrückten Nationen gegen die ideologischen, politischen, wirtschaftlichen, militärischen und kulturellen Angriffe des Imperialismus und der unterdrückenden und ausbeutenden herrschenden Klassen, die Teil der reaktionären Ketten sind, und ist Teil dieses Kampfes. Die AIL unterstützt den Kampf der Nationen für Unabhängigkeit und ihr Recht auf Selbstbestimmung und setzt sich für die Verteidigung der Souveränität und territorialen Integrität jeder Nation ein.
Die Abhaltung des Ersten Kongresses war ein Akt der Entschlossenheit und eine direkte Herausforderung des Imperialismus inmitten der Verschärfung des Klassenkampfes. Der antiimperialistische und internationalistische Geist war in den zahlreichen Beiträgen und Grußworten der anwesenden Organisationen deutlich spürbar.
Was diesen Ersten Kongress wirklich prägte, war die lebhafte politische und ideologische Diskussion. Drei Tage lang standen so Debatten im Mittelpunkt, die als „sehr positiv“ beschrieben wurden, da unter den Kongressteilnehmern eine „größere und stärkere Einheit“ erreicht und ein gemeinsames Verständnis der unmittelbaren Aufgaben der neu gegründeten Internationalen Antiimperialistischen Liga geschaffen wurde.
Die Hauptursache für Hunger, tiefe und weit verbreitete Armut sowie unzählige ungerechte Raub- und Spaltungskriege, die die Völker der Welt ein ums andere Mal ins Verderben stürzen, ist das imperialistische System, welches unsere Welt beherrscht. Aus dieser Perspektive muss die Menschheit dieses verfaulte System auf den Müllhaufen der Geschichte werfen. Es gibt keinen anderen Weg und keine Zwischenlösung.
Die Antiimperialistische Liga positioniert sich direkt als Teil des Klassenkampfes und vertritt eine seiner beiden antagonistischen Seiten. Ihre Linie umfasst die Vertretung der gerechten und legitimen Forderungen der Arbeiter, der armen und landlosen Bauern, anderer werktätiger Schichten, einschließlich der Kleinbourgeoisie und fortschrittlicher Intellektueller sowie der unterdrückten Völker und Nationen weltweit. Das geht über bloße Klagen oder Widerstand gegen die aktuelle Situation hinaus; sie zielt darauf ab, die Wurzel der Unterdrückung und Ausbeutung in diesem rücksichtslosen System auszurotten. Ziel ist es, den Widerstand gegen Ungerechtigkeiten in eine organisierte Kraft zu verwandeln, verschiedene Schichten und Klassen zu vereinen und sie für die Revolution zu mobilisieren.
Während die Eigentümer des ausbeuterischen Systems rücksichtslos miteinander konkurrieren, um einen größeren Anteil an der Ausbeutung zu erlangen und den Umfang der Ausbeutung auszuweiten, bilden sie gleichzeitig internationale Bündnisse gegen die Arbeiterklasse und die unterdrückten Völker der Welt. Während die herrschenden Klassen versuchen, sowohl das imperialistische Ausbeutungssystem als auch ihre eigenen Herrschaftsbereiche durch wirtschaftliche, politische und militärische Organisationen auf nationaler und internationaler Ebene zu sichern, verweigern sie den unterdrückten Völkern und Klassen das Recht auf Auflehnung. Sie versuchen mit allen Mitteln, diese Kämpfe zu blockieren, zu spalten oder zu unterdrücken, denn die Einheit, der gemeinsame Kampf und die Organisation der Unterdrückten und Ausgebeuteten sind ihre größte Angst. Die AIL erkennt die Notwendigkeit an, den spontanen Kampf der Massen durch Aktion mit der bewussten Kraft zu vereinen.
Um die Einheit der verschiedenen Teile, Klassen und Völker, die den antiimperialistischen Kampf ausmachen, zu gewährleisten und alle Bewegungen auf die Zerschlagung des imperialistischen Systems auszurichten, ist es entscheidend, den Opportunismus innerhalb des Klassenkampfes und des Befreiungskampfes der unterdrückten Nationen zu bekämpfen. Opportunismus, Revisionismus und Reformismus versuchen, die Richtung der antiimperialistischen Kämpfe abzulenken, sie in den Dienst des Imperialismus und der Reaktion zu stellen, eine versöhnlerische Linie und Praxis zu verfolgen, sie zu spalten und in die Sackgasse des Reformismus zu führen oder sie der einen oder anderen imperialistischen Macht zu unterwerfen.
Im weltweiten Kampf zur Überwindung des Imperialismus sind die riesigen Massen der armen Bauern die Hauptkraft, die die Mehrheit der Ausgebeuteten und Unterdrückten der Welt ausmachen. Die Bauern kämpfen um Land gegen die Großgrundbesitzer, die Hauptverbündeten des Imperialismus in den unterdrückten Nationen, und daher wird die Entwicklung der Agrarrevolution in den unterdrückten Nationen dem imperialistischen Weltsystem entscheidende Schläge versetzen.
Deshalb kämpft die AIL für den Aufbau eines festen Bündnisses zwischen Arbeitern und Bauern und betrachtet diese Einheit als die grundlegende Basis für den Aufbau einer mächtigen antiimperialistischen Front.
Der antiimperialistische Kampf muss die sozialen und nationalen Befreiungskämpfe auf revolutionäre Weise gegen den Imperialismus, seine Kollaborateure und Handlanger lenken. Alle sozialen Probleme und Widersprüche sollten so angegangen werden, dass das imperialistische System als Ursache des Problems ins Visier genommen und die reaktionäre politische Macht bekämpft wird. Solidarität mit diesen Kämpfen zu zeigen ist unerlässlich; andernfalls kann man nicht Antiimperialist sein.
Die Antiimperialistische Liga ist geprägt vom Vertrauen in die organisierte Kraft der unterdrückten Völker und Massen sowie von revolutionärer Gewalt als entscheidenden Formen des Kampfes. Sie unterstützt die nationalen Befreiungskriege, revolutionären Kriege und Volkskriege. Unter den gegenwärtigen Bedingungen, unter denen der Imperialismus Milliarden von Menschen zwingt, unter sklavenähnlichen Bedingungen zu leben, unter denen die Menschen der härtesten Unterdrückung ausgesetzt sind und die blutige Besatzungs-, Aggressions- und Plünderungskriege fördern, ist es die Verantwortung der antiimperialistischen Front, die Einheit der antiimperialistischen Bewegung herzustellen und den Klassenkampf gegen Imperialismus und Reaktion voranzutreiben.
Der erste Tag des Ersten Kongresses der Internationalen Antiimperialistischen Liga war den Begrüßungen gewidmet. Die große Bedeutung dieses Ereignisses wurde von allen Delegationen hervorgehoben, da nun eine Formation existiert, die Organisationen aus verschiedenen Ländern, vorwiegend aus halbfeudalen und halbkolonialen Staaten, in ihrem Kampf gegen den Imperialismus vereint.
Die Stimmen aus so vielen verschiedenen Ländern trugen dazu bei, das Verständnis der Internationalen Antiimperialistischen Liga als einer weltweiten Organisation zu erweitern, die global als eine Einheit agiert.
Am zweiten Tag wurde der Entwurf des Gründungsmanifests der AIL hinsichtlich ihrer politischen und ideologischen Ausrichtung eingehend erörtert. Alle teilnehmenden Organisationen beteiligten sich an dieser lebhaften und breit angelegten Diskussion, wodurch unterschiedliche Standpunkte zu den unmittelbaren Aufgaben und der politischen Grundlage der neu gegründeten Organisation eingebracht und diskutiert werden konnten. In allen Beiträgen wurde betont, dass eine intensive Debatte nicht nur wünschenswert, sondern „unabdingbar für das Erreichen einer festen und echten Einheit“ sei.
In Dokumenten wurde die Notwendigkeit hervorgehoben, gegen alle Imperialisten zu kämpfen, und die Unterstützung der gerechten Kämpfe der Völker gegen jede imperialistische Aggression betont. Das Beispiel der palästinensischen nationalen Widerstandsfront und der Operation „Al-Aqsa-Flut“, die dem US-Imperialismus und Israel einen schweren Schlag versetzte, wurde hervorgehoben. Dieser Kampf beweist erneut, dass die Völker allmächtig sind und selbst der stärksten Militärmacht der Welt schwere Schläge versetzen können.
Hervorgehoben wurde auch der iranische nationale Widerstand und der Widerstand verschiedener lateinamerikanischer Völker sowie der Kampf der indischen Völker, die durch die Operation Kagaar schwere Verluste durch den alten indischen Staat erlitten haben.
Anschließend präsentierten verschiedene Delegationen kulturelle Beiträge. Hervorzuheben war dabei ein Video von Partizan über die gefallenen Kämpfer des Volkskrieges, in dem insbesondere der Genossen Rosa und Nubar gedacht wurde. Revolutionäre aus Brasilien zeigten ein Video über den Kampf um Land, Landbesetzungen und die Revolutionsgebiete, die Repression des alten Staates und zum Gedenken an die von ihm getöteten Genossen, Genosse Gedeon, Genosse Rafael und den kürzlich ermordeten Genossen Flecha.
Der dritte Tag war geprägt von der durch die Debatten des zweiten Tages erreichten größeren Einheit und dem gemeinsamen Bemühen aller Organisationen, sich auf einer soliden anti-imperialistischen Grundlage zu vereinen und den großen Schritt der Gründung der neuen Internationalen Antiimperialistischen Liga erfolgreich zu vollziehen. Nach der Diskussion über das Gründungsmanifest und die Statuten wurden auf Grundlage der vorangegangenen Diskussionen Änderungen am Dokument vorgenommen.
Dies markierte die erfolgreiche Gründung der Internationalen Antiimperialistischen Liga auf ihrem siegreichen Ersten Kongress.
Es wurden sechs politische Resolutionen verabschiedet, die das palästinensische Volk und seinen Widerstand und die Kriegsgefangenen, den Kampf Irans gegen die US-amerikanische und israelische Aggression, den Kampf gegen die Intervention der USA in Venezuela und Lateinamerika, den Widerstand gegen die imperialistische Aggression in der Ukraine, den Kampf gegen die Operation Kagaar und die Neue Volksarmee (NPA) der Philippinen, die ihr 57-jähriges Bestehen feiert, unterstützten.
Des Weiteren ein Aktions-Aufruf für den G7-Gipfel in Frankreich und eine gemeinsame internationale Kampagne für den 1. Mai wurde unter dem Motto „Antiimperialisten der Welt, vereinigt euch!“ verabschiedet.
Nach dem erfolgreichen Abschluss der politischen Debatten präsentierten die Delegationen weitere kulturelle Beiträge. Dabei wurde unterstrichen, dass Kultur eine Waffe im Kampf ist und im Dienste des Volkes stehen muss. „Bandera Roja“ aus Chile und die kolumbianischen „Soldados Rojos“ performten außergewöhnlich. In weiteren Darbietungen wurden kämpferische Texte mit traditioneller Musik des Volkes verbunden.
Der Erste Kongress der Internationalen Antiimperialistischen Liga und die erfolgreiche Gründung dieser Organisation stellen den Höhepunkt eines mehr als zwei Jahre andauernden Diskussionsprozesses auf internationaler und nationaler Ebene dar, der zu einem einheitlichen Verständnis der aktuellen Weltsituation und der Aufgaben der Antiimperialisten geführt hat. Eines der Hauptziele dieses Kongresses war der Aufbau einer möglichst breiten Front gegen den Imperialismus und seine Handlanger, die fest an revolutionären Prinzipien festhält und ihren kämpferischen, konsequenten Kampf fortsetzt, ohne Zugeständnisse der Klassenversöhnung zu machen. Es ist entscheidend, die Zersplitterung zu überwinden und die Kräfte im Kampf unter dem Motto „Wagt zu kämpfen, wagt zu siegen!“ zu vereinen.
Die Vereinigung von fast 50 Organisationen und 14 Ländern auf einem Kongress, dessen Durchführung durch reaktionäre Aktionen zu verhindern versucht wurde, war eine beachtliche Leistung. Allein die erfolgreiche Durchführung der Konferenz bedeutete schon einen schweren Schlag gegen die Reaktion.
Die Einheit ist nun stärker, und unter dem Motto „Antiimperialisten der Welt, vereinigt euch!“ setzt sich die Internationale Antiimperialistische Liga entschlossen für ihr Ziel ein: den Imperialismus zu begraben und die unterdrückten und ausgebeuteten Völker zu befreien.
Der Gründungskongress der AIL endete unter dem Enthusiasmus von Parolen wie „Es lebe die Antiimperialistische Liga“, „Hoch die internationale Solidarität“, „Tod dem Imperialismus“ und vielen weiteren. Insbesondere wurde dabei auch der Kampf des indischen Volkes hervorgehoben.
