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Rote Post #46

Posted: Januar 2nd, 2022 | Author: | Filed under: Rote Post | Kommentare deaktiviert für Rote Post #46

 

 

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BERLIN

Streik bei Vivantes und Charité

Klatschen verbessert die Arbeitsbedingungen nicht, dachte sich das Klinikpersonal von Vivantes und Charité und trat bis Ende Oktober insgesamt 50 Tage in Streik. Hauptforderungen waren eine Bezahlung nach TVöD und eine Verbesserung des Personalschlüssels für Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger. Aber auch das Reinungs- und Küchenpersonal unterstützt den Streik. Dem vorangegangen war ein hunderttägiges Ultimatum, die Forderungen zu erfüllen, das die Landeseigenen Krankenhauskonzerne haben verstreichen lassen. Nur um dann zu versuchen, den Streik auf zynischste Weise zu diskreditieren, indem man die Erfüllung der Patientenversorgung bemängelt. So wollen sie einen Interessenskonflikt zwischen Patienten und Klinikpersonal hochspielen, der nicht existiert. Denn unter der Unterbesetzung des Personals im bisherigen Normalzustand leiden beide Seiten gleichermaßen. Read the rest of this entry »


Rote Post #45

Posted: Dezember 14th, 2021 | Author: | Filed under: Rote Post | Kommentare deaktiviert für Rote Post #45

 

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BADEN-WÜRTTEMBERG

Wohnen ohne Wasser dank Vonovia

Wohnen im Kapitalismus? Das ist nicht einfach, das weiß schon jedes Kind. Dann noch vernünftig zu wohnen, das ist besonders schwer. Denn Wohnraum ist kein Menschenrecht. Nein, Wohnraum ist eine Ware, mit welcher Profit gemacht wird. Natürlich zum Nachteil der Mieter, vor allem für die der Arbeiterklasse. Dass sich in dieser Gesellschaft alles um Profit dreht, ist den meisten bewusst, immerhin wird dieser selbst aus den absolut allgemeinsten menschlichen Grundbedürfnissen erwirtschaftet, wie unter anderem teure Sanifair-Toiletten auf den Autobahnen es beweisen. Auch in der Frage von Wohnraum gibt es einige Geschichten, die sehr klar aufzeigen, dass die Bedürfnisse der Menschen hinter dem Profit der Miethaie und Bonzen stehen. Read the rest of this entry »


Rote Post #44

Posted: Dezember 7th, 2021 | Author: | Filed under: Rote Post | Kommentare deaktiviert für Rote Post #44

 

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BREMEN

Kurzarbeit bei Daimler nimmt kein Ende

Weit über zehn Millionen Beschäftigte in Deutschland sind im letzten Jahr durch die Krise von jetzt auf gleich in Kurzarbeit geschickt worden. Die Rechtfertigung – Corona. Doch während das Thema der Kurzarbeit im letzten Jahr noch eine große Rolle gespielt hat, ist es heute im Großen und Ganzen aus der Öffentlichkeit verbannt worden. Und das, obwohl erst mit Anbruch des September 2021 das erste Mal seit Beginn letzten Jahres die Marke von einer Millionen Kurzarbeitern unterschritten werden konnte. Doch auch, wenn die Tendenz im jetzigen Moment eher in Richtung Rückgang geht, zeigt sich, dass das Thema Kurzarbeit noch lange nicht abgeschlossen ist. Das liegt vor allem daran, dass Corona nur ein Vorwand ist, der den eigentlichen Grund für die Krise und die daraus resultierende Kurzarbeit verwischt. Denn der zentrale Punkt ist die kapitalistische Wirtschaftsweise, die dahin geführt hat, wo wir heute stehen – einer Überproduktionskrise, d.h. eine Krise, die dadurch entsteht, dass mehr produziert wird als überhaupt gekauft werden kann. Nur weil die Produktivität und damit die Produktion steigt, heißt das nicht, dass automatisch auch mehr gekauft wird. Aus der Überproduktion folgt eine Periode der Unterproduktion, Industrie wird lahmgelegt, Lieferketten geraten ins Stocken, Produktivkräfte werden vernichtet. Wer seinen Konzern da retten will, greift zu Sparmaßnahmen, und hier in der BRD bedeutet das für die Arbeiter zur Zeit überwiegend Kurzarbeit.

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Rote Post #43

Posted: Oktober 26th, 2021 | Author: | Filed under: Rote Post | Kommentare deaktiviert für Rote Post #43

 

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BREMEN

 

Leiharbeit für die BLG – Ein Erfahrungsbericht

Wir veröffentlichen hier die Zuschrift einer Leserin über ihre ihre Arbeit im Lager der BLG Logistics Group (ursprünglich: Bremer Lagerhaus-Gesellschaft). Die BLG ist 1877 gegründet worden und seitdem stets eins der wichtigsten Unternehmen für den Warenumschlag in den Häfen von Bremen gewesen. Heute hat die BLG mehr als 100 Niederlasssungen auf allen fünf großen Kontinenten und in Bremen noch 6000 Beschäftigte, womit sie der drittgrößte Arbeitgeber der Stadt ist. Dort betreibt sie am einzigen Hafen im Stadtgebiet, wo noch Konsumprodukte umgeschlagen werden, im abgelegenen Güterverkehrszentrum (GVZ), wo noch einige weitere Logistikfirmen angesiedelt sind, das größte Hochregallager Europas, wo unter anderem die Ware von Tchibo ihren Hauptlagerplatz in Europa hat.

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Rote Post #42

Posted: Oktober 10th, 2021 | Author: | Filed under: Rote Post | Kommentare deaktiviert für Rote Post #42

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NORDRHEIN-WESTFALEN

 

Essen 51 – Die Lösung des Wohnungsproblems in Essen?

Seit Jahren lässt sich ein Trend erkennen, dass in der BRD immer mehr Menschen in die großen Städte ziehen, ländliche Regionen vor allem im Osten der Republik haben mit Überalterung zu kämpfen, da die Jungen in die Städte ziehen. So auch in Essen. Seit 2011 steigt die Einwohnerzahl kontinuierlich wieder an, Grund sind nicht steigende Geburtenraten, sondern Zuzüge aus anderen Städten und vor allem durch Menschen, die vor den imperialistischen Kriegen in den unterdrückten Nationen fliehen. Read the rest of this entry »


Rote Post #41

Posted: August 9th, 2021 | Author: | Filed under: Rote Post | Kommentare deaktiviert für Rote Post #41

 

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BERLIN

Karls Erdbeerhof: Ausbeutung in der Erdbeere

Im Juni beginnt die Saison für den Erdbeerverkauf, diese dauert normalerweise ungefähr zwei Monate. Pünktlich dazu sprießen in Berlin, und auch in anderen Städten, knallrote Erdbeerbutzen aus dem Boden. Diese gehören zu „Karls Erdbeerhof“, dem Erdbeer-Imperium von Robert Dahl, seiner Schwester Ulrike und weiteren Familienmitgliedern. Karls Erdbeeren gibt es nur an diesen Ständen zu kaufen. Doch das allein reicht natürlich nicht aus, um im Jahr 2017 geschätzt 44 Millionen Euro Umsatz zu machen: Sieben Hofladen-Standorte mit eigener Manufaktur, fünf davon inmitten eines Erdbeer-Freizeitparks, über 15.000 Erdbeer-Artikel im Angebot und rund 2800 Beschäftigte im Jahr, Saisonarbeiter eingeschlossen. Und wie nicht anders erwartet, die Ausbeutung von saisonalen Verkäufern und Erntehelfern. Zusammen mit einer Werbeagentur hat sich Karls ein angestrebtes Image zurechtgelegt: „familiär, authentisch, kreativ, natürlich, großzügig, augenzwinkernd & liebevoll“. Wie sich Karls dabei schlägt, diese Dinge zu repräsentieren, wollen wir einmal untersuchen.

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Rote Post #40

Posted: Juli 16th, 2021 | Author: | Filed under: Rote Post | Kommentare deaktiviert für Rote Post #40

 

 

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BREMEN

 

Stimmen gegen die Ausgangssperre

Wir veröffentlichen in dieser Ausgabe einen Leserbrief, der uns von einem Verkäufer der Roten Post zugeschickt wurde. Der Genosse schildert in seinem Brief seine Erfahrungen, die er beim Verkauf der RoPo in den Arbeitervierteln von Bremerhaven in den letzten Wochen gemacht hat und teilt so wichtige Berichte, die einen guten Eindruck über die Stimmung verschaffen, die unter den Leuten in der ärmsten Stadt der BRD herrscht. Read the rest of this entry »


Rote Post #39

Posted: Juni 18th, 2021 | Author: | Filed under: Rote Post | Kommentare deaktiviert für Rote Post #39

 

 

 

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HAMBURG

MÜLL-SHERIFFS:

Die Stadtreinigung als Exekutive

 


Wir haben in den letzten Monaten schon öfter über die Ausweitung des Ausnahmezustandes geschrieben. Die Polizei erhält mehr und mehr Befugnisse und Rechte, um die Maßnahmen, die mit dem Infektionsschutz gerechtfertigt werden, besonders in den Arbeitervierteln, mit Gewalt oder hohen Geldstrafen durchzusetzen. Nicht nur die DB-Sicherheit, die Hochbahnwache oder das Ordnungsamt spielen sich neuerdings als Hilfsbullen unseren den Vierteln auf, auch die neuen sogenannten „Waste-Watcher“, die im Mai 2018 gegründet wurden, gehören nun zum erweiterten Arm der Exekutive.

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Rote Post #38

Posted: Mai 8th, 2021 | Author: | Filed under: Rote Post | Kommentare deaktiviert für Rote Post #38

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BREMEN

Zu wenig Geld für so viel Arbeitskraft:

Lloyd-Werft & Co. – Die Entlassungen kommen

Die Meldungen mehren sich: Stellenabbau hier, Stellenabbau dort. An unterschiedlichen Orten der Produktion und „Dienstleistung“ wird in Bremen die Kündigung von Arbeitern vorbereitet. Gleichzeitig wird seit Beginn der Krise hauptsächlich in den „Dienstleistungsberufen“ das Arbeitspensum enorm erhöht. Unsere Schuld? Nein? Corona seine Schuld? Kaum. Ein guter Geschäftsmann, sagen die Kapitalisten, muss wissen, wann und wo er sparen muss. Jetzt ist der Zeitpunkt wieder gekommen, wo es viel mehr zu kaufen und zu bezahlen gibt, als gekauft und bezahlt werden kann: Eine Überproduktionskrise. Wer die Schäden davon für sein Unternehmen gering halten will, muss hier und jetzt sparen. Also die „überflüssigen“ Arbeiter nicht mehr arbeiten lassen und dem Rest sagen, er soll höhere Leistung und mehr Arbeit verrichten.

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Rote Post #37

Posted: April 12th, 2021 | Author: | Filed under: Rote Post | Kommentare deaktiviert für Rote Post #37

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HAMBURG

 

Auspressung leicht gemacht – Corona im Supermarkt

Zwischen halb sechs und zehn vor trudelt die Frühschicht ein. Wir versammeln uns im Pausenraum. Der Filialleiter trägt vorbildlich eine Maske, der Rest scheißt drauf. Es gibt eine Ansage zu Corona. Wir dürfen jetzt nur noch alleine Pause machen. Wenn zwei gleichzeitig Pause machen, dann in unterschiedlichen Räumen. Eine Kollegin fragt sarkastisch: „Aber arbeiten dürfen wir schon noch zusammen?“ Das klingt sehr hygienisch; nebenbei wird uns die einzige Möglichkeit genommen, uns untereinander auszutauschen auf der Arbeit und mal ein längeres zusammenhängendes Gespräch zu führen. Read the rest of this entry »